Ein Programm der Stiftung Zuhören

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Logo von Lilo Lausch. Zuhören verbindet.
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← Übersicht Lilo Lausch erhält das Wirkt-Siegel von PHINEO

Weshalb steht der gesellschaftliche Zusammenhalt so stark auf dem Prüfstand und was kann getan werden, um das zu ändern?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der aktuelle PHINEO-Themenreport “Zusammen stark sein” und stellt gemeinnützige Projekte und Organisationen vor, die sich mit einem hohen Wirkungspotenzial für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland engagieren.

Lilo Lausch wird für sein nachweislich wirksames gesellschaftliches Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit dem PHINEO Wirkt-Siegel ausgezeichnet.

Im Zusammenleben der vielen unterschiedlichen Menschen, bei ihren sozialen Bindungen, beginnt der wahre Zusammenhalt. Dort zeigt sich die Widerstandsfähigkeit gegen alles, was unsere Gesellschaft auseinandertreibt. Um der Gefährdung des Zusammenhalts etwas wirksam entgegenzusetzen, müssen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam über den Tag hinaus denken und handeln. Gestärkt werden müssen diejenigen, die täglich mit ihrem Einsatz Dinge zum Positiven verändern, denn sie halten unsere Gesellschaft im Inneren zusammen. Das leisten auch die von uns mit dem PHINEO-Wirkt-Siegel ausgezeichneten Projekte auf beeindruckende Weise. Aus den rund 120 Bewerbungen konnten wir dieses Mal zu unserer großen Freude insgesamt 25 herausragende Projekte auszeichnen.” erklärt der Vorstandsvorsitzende der PHINEO gAG, Dr. Andreas Rickert.

Die PHINEO-Analyse ist eine wissenschaftlich fundierte Methode, mit der das Analyse- und Beratungshaus gemeinnützige Aktivitäten auf Herz und Nieren prüft. Wenn ein Projekt die Analyse erfolgreich durchläuft und ein hohes Wirkungspotenzial zeigt, erhält es das Wirkt-Siegel. Dabei analysiert PHINEO zunächst das Themenfeld, in dem das Projekt agiert, macht sich anhand vielfältiger Unterlagen ein detailliertes Bild der Arbeit und überzeugt sich am Ende persönlich von der Wirksamkeit des Projekts.

Wir freuen uns sehr über diese große Anerkennung unserer Arbeit. Das stets konstruktive Feedback während des Analyse- und Beratungsprozesses war von immensem Wert für die Weiterentwicklung unserer gesamten Stiftungsarbeit. Die Auszeichnung bestätigt uns in unserem Einsatz für Bildungsgerechtigkeit und gegen Ausgrenzung und ermutigt dazu, nicht locker zu lassen, wenn es darum geht, Zuhören als eine grundlegende Fähigkeit zu vermitteln, die den Dialog und das soziale Miteinander überhaupt erst ermöglicht.“ so Birgit Echtler, Geschäftsführerin der Stiftung Zuhören.

Lilo Lausch leistet auf mehreren Ebenen einen wichtigen Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und Bildungsgerechtigkeit: Durch die Einbindung aller Sprachen der beteiligten Kinder und Eltern entsteht, neben Sprachverständnis und Sprechfreude, auch eine offene Haltung gegenüber sprachlicher und kultureller Vielfalt. Menschen unterschiedlicher Altersstufen, sozialer Herkunft und Religionen können durch Lilo Lausch leichter aufeinander zugehen. Sie hören einander zu, erforschen Gemeinsamkeiten und lernen mit Freude und Neugierde. Lilo Lausch bezieht ein, statt auszugrenzen, und blickt auf Ressourcen, statt auf Defizite.

Das pädagogische Konzept der Stiftung Zuhören basiert auf den Erkenntnissen der Zuhörforschung und baut auf dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) auf. Die Wirksamkeit der Methoden und speziell entwickelten Materialien von Lilo Lausch wird sowohl durch die Praxis als auch durch eine wissenschaftliche Evaluation der Universität Gießen bestätigt. In einer zweijährigen Studie der Universität Gießen wurde Lilo Lausch mit 40 pädagogischen Fachkräften über einen Zeitraum von 2 Jahren wissenschaftlich evaluiert.

„Bei den Kindern wurde erkannt, dass insbesondere Kompetenzen in den Bereichen Zuhören, Aufmerksamkeit und Konzentration sowie sprachliches Interesse wachsen. Durch die Beteiligung der Eltern an der “Lilo Lausch”-Zeit und dem Hörspielprojekt wurde eine interkulturelle Willkommenskultur verstärkt. In der Wahrnehmung der Erzieher*innen fühlen sich die Eltern mit ihrer Herkunft, Kultur und Sprache angenommen und wertgeschätzt. Das Projekt wirkt deutlich in die Familien hinein.” erzählt Prof. Dr. Norbert Neuß, Professur für Pädagogik der Kindheit und Elementarbildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Leiter der wissenschaftlichen Evaluation.

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