Ein Projekt der Stiftung Zuhören

Ein Projekt der Logo der Stiftung Zuhören
Logo von Lilo Lausch. Zuhören verbindet.
Kopie_IMG_2449

← Übersicht „Sternstunden-KiTas“ berichten über Lilo Lausch Hörclub

Dank der Förderung der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, Sternstunden, konnten im Jahr 2015 sieben KiTas in Bayern an den Lilo Lausch Fortbildungen teilnehmen. Einige Monate später lassen sie uns an ihren Erfahrungen mit Lilo Lausch im KiTa-Alltag teilhaben.

Interview mit dem Kindergarten Heilig Geist in Würzburg

Lilo Lausch: Was hat sich verändert, seitdem Lilo Lausch bei Ihnen in der Kita eingezogen ist?

Mit Lilo ist eine prima Helferin bei uns im Kindergarten Heilig Geist eingezogen. Mit dem umfassend mitgelieferten Material und der Fortbildung haben wir Unterstützung bei der Sprachförderung erhalten. Im Kindergarten Heilig Geist betreuen wir viele Migrations- und Flüchtlingskinder. Diese haben viel Spaß, mit Lilo die deutsche Sprache zu lernen. Und unsere anderen Kinder bekommen die Möglichkeit, andere Sprachen und Kulturen kennenzulernen. Eine Bereicherung für unsere Einrichtung.

Was machen die Kinder im Lilo Lausch Hörclub besonders gerne?

Die Kinder freuen sich sehr, wenn Lilo Lausch zu Besuch kommt. Sie singen gerne das Lilo Lausch Lied mit ihr und lieben alle Spiele, die sie zum Hören und Zuhören mitbringt.

Wie kommt Lilo Lausch bei den Eltern an?

Die Eltern interessieren sich sehr an der Möglichkeit der Sprachförderung für ihre Kinder. Sie zeigten großes Interesse an dem Elternabend, den wir zum Thema Lilo Lausch abgehalten haben.

Bericht des Hauses für Kinder St. Franziska Romana in Garching

„Beim Morgenkreis begrüßt Lilo Lausch die Kinder in verschiedenen Sprachen. Dies ist besonders sinnvoll, da wir viele verschiedene Nationen in unserer Einrichtung haben.

Das gegenseitige Zuhören sowie der respektvolle Umgang miteinander, das Aussprechenlassen und das genaue Hinhören sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Durch die Figur Lilo Lausch wird dies zusätzlich unterstützt. Bevor wir mit dem Hörclub starten, werden (um die Konzentration der Kinder zu fördern) unsere Ohren massiert und aufgeweckt. Jeder Hörclub wird bei uns mit dem „Lilo Lausch Lied“ eröffnet.

Sehr gerne mochten die Kinder auch das Bilderbuch „Wenn ich ein Löwe wäre“. Lilo Lausch konnte besonders gut „tröten“! Dies veranlasste die Kinder mit großem Einsatz, die unterschiedlichsten Tierstimmen nachzumachen. So entstand ein lustiger Tierstimmenchor. Es miaute, trötete, bellte, quakte, muhte usw., laut und manchmal auch leise. Oder der Chor war ganz still. Je nachdem, wie es der Dirigent veranlasste (Die Rolle des Dirigenten wurde von Kind zu Kind weitergegeben). Dieses Spiel spielten unsere Kinder besonders gerne. Am Ende jedes Hörclubs bekamen die Kinder einen lustigen Teilnehmerstempel, der dann stolz den Eltern präsentiert wurde. So rutschte unser Hörclub immer mehr in das Bewusstsein der Eltern.

Wir werden auch Lilo Lausch in unsere Kindergartenzeitung „Zwergerlkurier“ aufnehmen, um dieses Projekt einer noch größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Im nächsten Jahr wollen wir anfangen, auch mit Audioaufnahmen zu arbeiten.“

Interview mit dem Katholischen Kindergarten St. Wolfgang 1 in Regensburg

Seit Anfang dieses Kindergartenjahres ist Lilo Lausch ein fester Bestandteil im Katholischen Kindergarten St. Wolfgang 1 in Regensburg. Einmal in der Woche wird dort der Lilo Lausch Hörclub für alle Mittelkinder im Alter von 4 bis 5 Jahren umgesetzt.

Lilo Lausch: Was hat sich verändert, seitdem Lilo Lausch bei Ihnen im Kindergarten eingezogen ist?

„Die Kinder finden dieses Programm super, sie sprechen viel von Lilo, singen Lieder und fragen auch regelmäßig nach, wann sie uns wieder besucht. Seitdem wir Lilo Lausch umsetzen, merkt man auch verstärkt, dass die Kinder viel besser hören – zuhören und auch auf Geräusche und Sprache im Alltag und in der Natur achten. Sie teilen uns bewusst mit, wenn sie etwas gehört haben, z. B. einen Schlag („Bum“) und versuchen, diesen Schlag mit Körpergeräuschen nachzuahmen. Zudem stellen sie auch Vermutungen an, was diesen Schlag verursacht bzw. ausgelöst hat. Ein Fazit daraus ist, dass die Kinder bewusster hören und auch viel mehr das Gehörte hinterfragen.“

Lilo Lausch: Was machen die Kinder im Lilo Lausch Hörclub besonders gerne?

„Uns ist es aufgefallen, dass die Kinder es lieben, zur Begrüßung der Einheit mit Lilo Lausch das Lied “Funga a la feeya“ zu singen. Dieses Lied begleiten wir zusätzlich mit verschiedenen Körpergeräuschen (patschen, klatschen, schnalzen). Weiterhin wurde bei uns der Eindruck erweckt, dass die Kinder im Allgemeinen sehr gerne Aktivitäten mit der Elefantendame durchführen. Lilo ist sozusagen ein Magnetfeld für die Kinder. Auch das Ritual zum Schluss jeder Einheit, in der jedem Kind ein Klang eines Musikinstrumentes geschenkt wird, wird mit großer Begeisterung angenommen.“

Lilo Lausch: Wie kommt Lilo Lausch bei den Eltern an?

„Ein Teil von den Eltern gab uns positive Rückmeldung für dieses Programm. Einige Eltern zeigten Eifer und unterstützten uns dabei, uns verschiedene Sprachen (albanisch, russisch, tschechisch, französisch, rumänisch) näherzubringen. Sie brachten uns ausgefüllte Zettel mit, auf denen Tiernamen in der jeweiligen Muttersprache standen, oder sie brachten uns Audioaufnahmen dazu mit. Außerdem wurden auch Tonträger von Kinderliedern aus anderen Sprachen von ihnen mitgebracht. Wir waren stolz, in dieser Zeit Eltern gehabt zu haben, die uns dabei unterstützt haben!”

Fazit

„Der Lilo Lausch Hörclub wird auch in den nächsten Kindergartenjahren einen festen Platz bei uns in der Einrichtung haben. Wir werden versuchen, das Gehör – Hören auf Geräusche und Sprache – weiterhin individuell mit der Elefantendame Lilo zu gestalten und zu fördern.“

Wir bedanken uns herzlich bei den Einrichtungen für den Einblick in ihre Arbeit mit Lilo Lausch!